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Tipps & Praxis2. April 20267 min Lesezeit

5 häufige Fehler beim BIG-Digital Antrag — und wie Sie sie von Anfang an vermeiden

Vorzeitiger Maßnahmenbeginn, fehlende Pflichtabschnitte, zu vage Beschreibungen: Diese fünf Fehler führen am häufigsten zur Ablehnung eines BIG-Digital-Antrags. Mit diesen Tipps stellen Sie sicher, dass Ihr Antrag beim ersten Versuch durchgeht.

Ein BIG-Digital-Antrag zu stellen kostet Zeit. Angebote einholen, Beschreibungen verfassen, Unterlagen zusammenstellen — für viele Betriebe summiert sich das auf 10 bis 20 Arbeitsstunden. Umso ärgerlicher ist es, wenn der Antrag wegen vermeidbarer Fehler abgelehnt wird. Wir haben die häufigsten Ablehnungsgründe zusammengestellt.

Fehler 1: Vorzeitiger Maßnahmenbeginn

Dies ist mit Abstand der häufigste und gleichzeitig am leichtesten vermeidbare Fehler. Der Grundsatz lautet: Kein Kostenträger darf vor Erhalt des Zuwendungsbescheids beauftragt oder bezahlt werden. Das gilt auch für Angebote, die man aus Planungsgründen schon einholt. Sobald eine verbindliche Beauftragung oder Anzahlung erfolgt, gilt das Vorhaben als "begonnen" — und ist damit nicht mehr förderfähig.

Auch unverbindliche Vorgespräche mit Dienstleistern sind unkritisch. Die Grenze liegt bei verbindlicher Beauftragung oder Zahlung. Im Zweifel lassen Sie sich die Unverbindlichkeit schriftlich bestätigen.

Fehler 2: Unvollständige Vorhabenbeschreibung

Die ILB-Richtlinie 2026 schreibt sechs Pflichtabschnitte vor. Fehlt auch nur einer, wird der Antrag zur Nachbesserung zurückgegeben oder abgelehnt. Häufig fehlen insbesondere der Abschnitt zur wirtschaftlichen Verwertung (konkrete ROI-Zahlen) und der technische Abschnitt (zu vage, ohne konkrete Systembeschreibung).

Fehler 3: Zu allgemeine Formulierungen

"Wir möchten unsere Prozesse digitalisieren" ist kein Antragstext. Die ILB-Prüfer erwarten messbare Aussagen: Wie viele Stunden werden eingespart? Um wie viel Prozent soll ein bestimmter Fehler reduziert werden? Welcher konkrete Prozess wird automatisiert? Allgemeine Formulierungen signalisieren, dass das Vorhaben noch nicht durchdacht ist — und führen zu Nachforderungen.

Fehler 4: Nicht-förderfähige Ausgaben einplanen

Interne Personalkosten, laufende Betriebskosten nach der Einführungsphase und Ausgaben für Standard-Hardware ohne direkten Projektbezug sind nicht förderfähig. Viele Antragsteller planen diese Kosten unwissentlich mit ein. Die ILB kürzt dann den Finanzierungsplan, was dazu führen kann, dass die Mindestinvestitionsschwelle unterschritten wird.

Fehler 5: Fehlender Unternehmensnachweis

Die ILB benötigt zum Zeitpunkt der Antragstellung einen aktuellen Handelsregisterauszug (nicht älter als 3 Monate) sowie die letzte Jahresbilanz als Nachweis der KMU-Eigenschaft. Wird der Antrag ohne diese Unterlagen eingereicht, verlängert sich die Bearbeitungszeit erheblich. Holen Sie diese Dokumente zeitgleich mit der Antragsvorbereitung ein.

BIG-Digital-Assistent führt Sie vor dem Antrag durch eine Eignungsprüfung und stellt sicher, dass alle sechs Pflichtabschnitte vollständig ausgefüllt werden. Fehlerquellen werden bereits im Wizard-Schritt erkannt.
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