Laut BSI-Lagebericht sind kleine und mittlere Unternehmen das häufigste Ziel von Cyberangriffen in Deutschland. Ransomware, Phishing, Datenlecks — die Bedrohungen werden jedes Jahr komplexer. Gleichzeitig investieren viele KMU zu wenig in IT-Sicherheit, weil das Budget fehlt. Hier setzen Förderprogramme an: Investitionen in Cybersecurity sind bei fast allen Digitalisierungsförderungen förderfähig.
Welche IT-Sicherheitsmaßnahmen werden gefördert?
- →Firewall und Netzwerksicherheit (Next-Gen Firewalls, VPN)
- →Backup-Systeme und Disaster-Recovery-Lösungen
- →Endpoint-Security: Antivirus, EDR, MDR
- →E-Mail-Sicherheit: Anti-Phishing, Spam-Filter, DMARC
- →Penetrationstests und Sicherheitsaudits durch externe Dienstleister
- →Schulungen: Security-Awareness-Training für Mitarbeiter
- →Verschlüsselung: Festplatten-, E-Mail- und Dateiverschlüsselung
- →Zugriffsmanagement: Multi-Faktor-Authentifizierung, Identitätsmanagement
Programme mit explizitem IT-Sicherheits-Fokus
Besonders der Digitalbonus Bayern ist hier hervorzuheben: Er bietet eine eigene Förderlinie 'IT-Sicherheit', bei der ausschließlich Cybersecurity-Maßnahmen beantragt werden können — ohne dass ein umfassendes Digitalisierungskonzept nachgewiesen werden muss.
Antragstipp: IT-Sicherheit als Teil der Digitalisierungsstrategie
Bei den meisten Programmen reicht ein reiner IT-Sicherheitsantrag nicht aus. Die Förderbanken erwarten, dass Cybersecurity als integraler Bestandteil eines Digitalisierungsvorhabens dargestellt wird. Beispiel: Sie führen ein Cloud-ERP ein (Hauptvorhaben) und sichern es mit einer Next-Gen-Firewall und MFA ab (begleitende IT-Sicherheitsmaßnahme). Die Sicherheitskosten fließen dann in den Gesamtkosten-plan ein.